Verkehrstipp der Woche #39 – Haltverbotsschilder

Haltverbotsschilder

Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. In dieser Woche stellen wir Ihnen die Regeln zu den Haltverbotsschildern vor und was bei Verstößen droht.

 

 

 

 

 

Neben vielen situationsbedingten Halt- oder Parkverboten (vgl. Verkehrstipp der Woche Nr. 10) können Haltverbote bekanntermaßen auch durch Verkehrszeichen angeordnet werden. Eine einfache Regelung beinhaltet das Verkehrszeichen „Absolutes Haltverbot“ (links). In dessen Geltungsbereich ist jede freiwillige Fahrtunterbrechung verboten. Darunter würde bereits das Aussteigenlassen von Mitfahrern fallen. Bei Verstößen droht im besten Fall eine mündliche Verwarnung, in der Regel jedoch werden Bußgelder zwischen 10 Euro und 35 Euro fällig. Für die Höhe des Bußgeldes spielt es unter anderem eine Rolle, wie lange verbotswidrig geparkt wurde und ob andere Verkehrsteilnehmer dadurch behindert wurden.

Das Verkehrszeichen „Eingeschränktes Haltverbot“ (rechts) erlaubt grundsätzlich das Halten bis zu 3 Minuten. In dieser Zeit darf das Fahrzeug sogar verlassen werden, der kurze Gang zum Bäcker ist demnach also erlaubt. Zum Zwecke des Be- und Entladens oder des Ein- und Aussteigenlassens darf sogar länger als 3 Minuten gehalten werden. Lieferwägen, Reisebusse oder Umzugs-LKW dürfen hier also theoretisch auch eine halbe Stunde oder länger halten, soweit die Ladetätigkeiten ohne Verzögerungen durchgeführt werden. Ein typischer Fall für einen Bereich mit eingeschränktem Haltverbot findet sich am Weberzipfel in Wasserburg. Bei Verstößen gegen die Vorschriften werden Bußgelder zwischen 15 Euro und 35 Euro fällig.

Die Haltverbote gelten immer für die Straßenseite, an der die Schilder aufgestellt sind. Sind wie bei den gezeigten Schildern Pfeile darauf zu sehen, markieren diese Anfang und Ende eines Haltverbots oder weisen darauf hin, dass das Verbot in beide Richtungen gilt (wie bei Beispielschild 1). Die Verbote enden an der nächsten Kreuzung oder Einmündung. Durch Zusatzschilder können die Verbote zeitlich beschränkt, für bestimmte Personengruppen aufgehoben, auf den Seitenstreifen erweitert werden und vieles mehr.

Im Zuge von Baumaßnahmen, aber auch für kulturelle Veranstaltungen und ähnliches werden häufig mobile Haltverbote aufgestellt. Diese werden vor Inkrafttreten rechtzeitig angekündigt, meist durch ein Zusatzschild, auf dem der Geltungszeitraum angegeben wird. Stellt man sein Fahrzeug für mehrere Tage am Fahrbahnrand ab, kann es also passieren, dass es sich plötzlich in einem Haltverbot befindet. Schlimmstenfalls droht das Abschleppen, das Kosten von mehreren hundert Euro für den Halter verursachen kann. Laut Rechtsprechung ist eine Vorlaufzeit von drei Tagen dafür ausreichend.

Deshalb unser Tipp: Auch wenn Haltverbote oft schon früher angekündigt werden, sollte man ein abgestelltes Auto lieber regelmäßig kontrollieren, um keine unangenehme Überraschung zu erleben.

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