Verkehrstipp der Woche #13 – Verhalten am Bahnübergang

Verhalten am Bahnübergang

Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es um das das richtige Verhalten am Bahnübergang.

Obwohl das Überfahren von Bahnübergängen eigentlich Standard für jeden Kraftfahrzeugführer ist, lässt sich doch immer wieder falsches Verhalten durch Verkehrsteilnehmer beobachten. Daraus resultieren leider auch immer wieder Unfälle, allein in Bayern beispielsweise 35 Unfälle im Jahr 2016. Umso wichtiger ist es, sich stets langsam und vorsichtig besonders an unübersichtliche Bahnübergänge zu nähern. Da der größte Teil der Bahnübergänge an Nebenstrecken verläuft, ist das alleine aufgestellte Andreaskreuz die häufigste Sicherungsmaßnahme. Ein blinkendes rotes Ampellicht signalisiert, dass sich ein Zug nähert und der Fahrzeugverkehr zwingend und in ausreichendem Abstand vor dem Bahnübergang halten muss. Leider werden diese Blinklichter bei schlechten Lichtverhältnissen immer wieder übersehen. Ein trauriges Beispiel für einen solchen schwierigen Bahnübergang kennen wir aus unserer Region in Viehausen. Deshalb sollte man sich auch an solche Bahnübergänge nur langsam und vorsichtig annähern und unbedingt auch eine gründliche Beobachtung nach links und rechts vornehmen. Dass eine sich senkende Schranke das Halten aller Verkehrsteilnehmer, auch von Fußgängern, gebietet, sollte selbstverständlich sein.

Ab dem Gefahrzeichen „Bahnübergang“ bzw. der dreistreifigen Warnbake ist das Überholen von Kraftfahrzeugen verboten. Dies gilt auch, wenn die Fahrzeuge bereits stehen. Damit ist auch das Vorbeifahren, um später abzubiegen, oder das Vorbeifahren von Motorrädern verboten! Die Strafen für Fehlverhalten am Bahnübergang können beträchtlich sein und beispielsweise hier nachgelesen werden: https://www.bussgeldkatalog.net/strassenverkehrsordnung/19-stvo/

Wichtig: wenn die Bahnschranken geschlossen sind bzw. mit einer längeren Wartezeit gerechnet werden muss, sollte der Motor des Fahrzeugs abgestellt werden. Das spart Sprit und Lärm und schont damit die Umwelt und Anwohner.

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